Januar
leise Schritte, klare Haltung
Der Januar ist für enturteilen ein stiller Monat. Und genau das fühlt sich gerade richtig an.
Nach dem Jahreswechsel geht es weniger um große Ankündigungen, sondern um Klärung, Gespräche und innere Ausrichtung. enturteilen wächst weiter – langsam, organisch und in Begegnungen, die Zeit brauchen.
In den letzten Wochen gab es gute Gespräche mit Unterstützer:innen, erste verbindliche Schritte mit Kooperationspartnern und vor allem: viel Nachdenken darüber, was enturteilen im Kern sein möchte. Kein lautes Format. Kein schnelles Meinungsangebot. Sondern ein Raum, in dem Zuhören wieder Gewicht bekommt.
Der Auftakt in der Stadtbibliothek Kassel im Februar bleibt der nächste sichtbare Meilenstein. Bis dahin passiert vieles im Hintergrund: Vorbereitung, Abstimmung, Vertrauen aufbauen – und manchmal Zweifel aushalten. Auch das gehört dazu.
enturteilen lebt nicht von Reichweite, sondern von Haltung. Von Menschen, die neugierig bleiben.
Und von der Bereitschaft, andere Perspektiven wirklich an sich heranzulassen.
Für die kommenden Veranstaltungen bin ich weiterhin auf der Suche nach Menschen, die Lust haben, ihre persönliche Geschichte als „menschliches Buch“ zu teilen – offen, freiwillig und im eigenen Tempo. Es geht nicht um besondere Leistungen, sondern um gelebte Erfahrungen und Perspektiven, die sonst selten gehört werden.
Danke an alle, die das Projekt bereits begleiten – sichtbar oder im Stillen.
Der Weg ist vielleicht nicht schnell, aber er ist aufrichtig.
Manches wächst nicht in Schritten, sondern in der Tiefe.
Und manchmal merkt man erst später, dass etwas längst begonnen hat zu wirken.
Dezember
Gedanken zum Jahresende
Wir halten inne, blicken auf die vergangenen Monate und fragen uns: Was hat dieses Jahr mit uns persönlich gemacht – und welche Spuren hat es in unserer Gemeinschaft hinterlassen?
Wer genau hinsieht, bemerkt eine Entwicklung, die viele verunsichert: Der öffentliche Raum ist lauter und härter geworden.
Oft übertönen Meinungen das Zuhören, Angst das Vertrauen, Urteile die Begegnung. Viele Menschen ziehen sich zurück. Aus Sorge, nicht verstanden zu werden. Aus Angst, etwas Falsches zu sagen. Aus dem Gefühl heraus, dass echte Gespräche immer seltener werden.
Enturteilen ist mein Versuch, dem etwas entgegenzusetzen.
Ein bewusst leiser, klarer Gegenentwurf zur Hast und Härte unserer Zeit.
Ein Raum, in dem Menschen sich zeigen dürfen – mit ihren Fragen, Brüchen, Wunden und Hoffnungen.
Ein Raum, in dem keine Bewertung wartet, sondern ein echtes Gegenüber.
Vielleicht verändert ein einzelnes Gespräch nicht die Welt. Aber es verändert den Menschen, der es führt.
Und dieser Mensch verändert etwas in seiner Welt. Ich glaube: Gerade jetzt brauchen wir Orte dieser Art.
Orte, die Angst kleiner und Vertrauen größer machen. Orte, die Brücken bauen zwischen Menschen, die sich sonst nie begegnen würden.
Enturteilen möchte ein solcher Ort sein. Für Kassel. Für die Menschen hier. Für das, was uns verbindet.
Eine wichtige Nachricht zum Jahresende
Ich freue mich sehr, bekanntzugeben, dass neben der Zusammenarbeit mit der Stadtbibliothek Kassel seit September, die
VHS Region Kassel ab 2026 offizielle Kooperationspartnerin von enturteilen wird.
Diese Zusammenarbeit stärkt die Idee hinter enturteilen, gibt ihr Raum, Resonanz und Sichtbarkeit – und zeigt, dass das Bedürfnis nach echten Gesprächen weit über einzelne Begegnungen hinausreicht. Gemeinsam möchten wir neue Orte des Zuhörens und des Perspektivwechsels schaffen.
Leise. Klar. Menschlich.
Ich danke allen, die enturteilen in diesem Jahr begleitet, unterstützt und mit Leben gefüllt haben.
Und ich freue mich darauf, diesen Weg 2026 gemeinsam weiterzugehen – mutig, offen und verbunden.
Eine lichtvolle Advents- und Weihnachtszeit
und ein gutes, verbindendes neues Jahr.
November
Licht in der Dunkelheit:
Gedanken im November & NEUE THEMENWELT
Das Crowdfunding für enturteilen ist nun beendet. Die Zielsumme wurde zwar nicht erreicht – und doch war diese Zeit reich an Begegnungen, Gesprächen und Erfahrungen, die bleiben.
Auf der Website sind nun die Themenwelten entstanden: kleine Themencluster des Menschseins, die zeigen, wie viel wir teilen, selbst wenn unsere Geschichten verschieden sind.
Diese Themen können inspirieren – für kommende Begegnungen, Gespräche oder Veranstaltungen, die berühren und Brücken schlagen.
Vielleicht findest du dort ein Stück Wiedererkennen oder einfach einen Gedanken, der nachklingt.
Manches darf nun ruhen, anderes reift weiter – zu seiner eigenen Zeit.
Enturteilen bleibt lebendig: als Idee, als Haltung und als Weg, der Menschen miteinander ins Gespräch bringt.
Denn in der Ruhe darf entstehen, was wirklich Bestand hat.
Oktober
Rückblick im Goldenen Licht:
Gedanken und Impulse zum Oktober
Mit dem Start in den Oktober tauchen wir nicht nur in eine der farbenprächtigsten Jahreszeiten ein, sondern auch in eine besonders spannende und ereignisreiche Phase für enturteilen.
Ich bin zutiefst berührt und unglaublich stolz, heute eine ganz besondere Nachricht mit euch teilen zu dürfen:
Die HNA hat am vergangenen Samstag, dem 4. Oktober, in ihrer Wochenendausgabe und jetzt auch online ein Porträt über mich und die Vision von enturteilen veröffentlicht!
Dies ist eine fantastische Bestätigung für all die Arbeit und das Herzblut, die in dieses Projekt fließen. Es ist ein unglaublicher Schritt, enturteilen in meiner Heimatstadt Kassel so prominent vorzustellen und die Botschaft des Zuhörens und des Abbaus von Vorurteilen einem so großen Publikum zugänglich zu machen.
Die HNA hat meine Motivation und das Konzept der menschlichen Bibliothek wunderbar eingefangen. Ich freue mich sehr über das rundum gelungene Porträt, das hoffentlich viele Menschen inspirieren wird, Teil dieser wichtigen Bewegung zu werden. Zum HNA-Samstagsporträt unten auf den Button klicken
Parallel dazu läuft die Crowdfunding-Kampagne auf Startnext noch bis zum 31. Oktober.
Jede Unterstützung ist wertvoll und hilft mir, enturteilen zu finanzieren und langfristig in Kassel zu etablieren.
Bleibt neugierig, bleibt offen –
lasst uns gemeinsam enturteilen.
September
Spätsommer im Wandel:
Ein Monat mit neuen Perspektiven
Direkt zum Monatsbeginn am 2. September ist nicht nur die offizielle Crowdfunding-Kampagne auf Startnext gestartet – am selben Tag fand auch das unglaublich positive und konstruktive Gespräch mit der Leitung der Stadtbibliothek Kassel statt.
Das Ergebnis hat mich unwahrscheinlich gefreut und mich in meinem Projekt bestärkt und motiviert: enturteilen hat mit der Stadtbibliothek die erste offizielle Gründungspartnerin gewonnen!
Ein erstes gemeinsames Event wird am 7. Februar 2026 in den Räumlichkeiten der Stadtbibliothek stattfinden und in das offizielle Programm aufgenommen.
Dieser doppelte Erfolg – der Start der Finanzierung durch die Community und die Zusage meines Wunschpartners – gibt dem Projekt einen unglaublichen Rückenwind.
Ein riesiges Dankeschön an alle, die diesen Weg bereits jetzt unterstützen!
August
Der Startschuss
Wenn man ein Herzensprojekt in die Welt schickt, das aus der eigenen, tiefsten Geschichte gewachsen ist, fühlt es sich an, als würde man eine Flaschenpost abschicken. Und dann wartet man. Man hofft. Und man zweifelt, ob sie je gefunden wird!
Die Antwort, die in den letzten Wochen zurückkam, hat mich ehrfürchtig und zutiefst dankbar gemacht.
Es begann mit leisen, aber unglaublich wichtigen Echos aus meinem privaten Umfeld – Nachrichten von Menschen, die die Vision von enturteilen sofort im Herzen verstanden haben.
Und dann wurde aus diesem Echo ein klares, starkes Signal aus der Stadt. Eine entscheidende Tür nach der anderen hat sich geöffnet:
Ich habe bereits einen konkreten Gesprächstermin mit der Leitung der Stadtbibliothek Kassel vereinbaren können und durfte auch einen Termin mit dem zuständigen Programmbereichsleiter der Volkshochschule (vhs) Region Kassel festmachen.
Mit diesem unglaublichen Rückenwind beginnt nun die nächste, entscheidende Etappe...
Am 02. September starte ich die Crowdfunding-Kampagne.
Jetzt ist der Moment, in dem aus dem Zuspruch vieler eine echte, gemeinsame Bewegung werden kann. Es ist die Chance für uns alle, zu zeigen, dass wir an die Kraft des Gesprächs glauben.
Danke, dass ihr mich auf diesem Weg begleitet.